Zander:
Der Zander. Früher nannte man nur die Exemplare über 1 kg Zander, nach der Meinung anderer erst die über 3 kg. Einer der beliebtesten Angelfische beim Plattensee, das Fischfleisch vom Zander wird neben dem des Katzenfisches für das Beste gehalten – es gibt wenige Gräten. Es ist fast eine Tradition geworden, im Herbst auf dem Plattensee Zander zu fangen. Viele Männer haben nur deshalb ein Boot oder ein Segelschiff in den Plattenseehäfen, damit sie in der Periode von September bis Dezember auf offene Wasser fahren können abends, um Zander zu fangen. Der Zander lebt in erster Linie im offenen Wasser und sucht nach Beute, im Herbst schließt er sich auch in Banden zusammen. Er ist ein Nachraubfisch. Er hält sich gerne an solchen Orten auf, von wo er aus einem Versteck angreift, wenn jemand diese Plätze kennt, dann kann er mit einem guten Fang rechnen. Man angelt ihn ganz einfach aus einem Segelschiff mit der Methode Grundangeln. Er kann auch mit Angelgerät mit Floß geangelt werden, evtl. auch mit Spinnen, aber diese Methoden sind aus dem Schiff weniger bequem. Der Zander wächst auch größer, als 10 kg. Sein naher Verwandter, der Wolgazander unterscheidet sich von ihm, dass der Rückenstreifen eine kräftigere Farbe hat, und im oberen und unteren Gebiß fehlen die vorderen zwei, größeren Zähne. Auch sein Verhalten ist anders, ist weniger oft im offenen Wasser, manchmal erscheint er im Sommer haufenweise, wo es viele Steine gibt, da er sehr gefräßig ist, ist er gut zu fangen.
Hecht:
Diesen Raubfisch mit bezauberndem Aussehen kennt jeder. Der Plattensee, die Südseite ist nicht der günstigste Lebensraub für diesen Fisch, der wegen seines Angriffstils aus Versteck ein Ort zum Verstecken sucht, dazu ist der ebene Wassergrund nicht geeignet. Auf der Nordseite auf den wechselhaften Orten, in dem Schilf finden wir deshalb so viele. Die wirkliche Fangsaison ist zwischen Oktober und Dezember, dann kann man die ausgehungerten, ohne Versteck gebliebenen Hechte überall angeln. Früher konnte man die Hechte gut aus Leck, auch im Winter angeln. Im Gegensatz zum Zander ist er ein Raubfisch des Tages, bei der Beutesuche stützt er sich vor allem auf sein Sehen. Den Hecht fängt man am besten mit Spinnen. Ein besonderes Erlebnis ist Hechte im Herbst beim Raubzug gegen Rapfen angeln. Der kleinste, fangbare Fisch ist 40 cm lang.
Rapfen:
Ein Raubfisch ohne Zähne, neben dem Zander der Fisch an der zweiten Stelle beim Auffinden. Wenn wir auf der Wasseroberfläche große Knalle hören, und sehen, wie der muskulöse Körper eines Fisches Wirbel macht, die kleinen Fische sehr schnell in alle Richtungen wegschwimmen, dann ist fast ohne Ausnahme der Rapfen bei der Jagd (das Ergreifen der Beute beim Hecht ist ein kräftiger Knall, der von unten kommt, der Zander ist eher auf dem Wasserboden unterwegs). Trotz seiner Schnelligkeit ist er ein ungeschickter Räuber, er verpaßt oft die Beute, und sein Körper fliegt aus dem Wasser, was bei anderen Räubern nicht vorkommt. Der kann am Grund oder Mit Floß gefangen werden, aber die genussvollste und erfolgreichste Art ist das Spinnen. Die am Plattensee verbreitetesten Pilker sind die Rapfenbleie, vor allem mit silberfarbenen Wobbler. Nach meiner Erfahrung kann der Rapfen mit jedem Pilker gefangen werden, unter entsprechenden Bedingungen, wenn er sich in Scharen am Ufer befindet. Das passiert vor allem im Herbst, im Oktober, wenn die Rapfen die kleinen Fische scharenweise zu den Molen treiben, und sie umzingeln. In bestimmten Stunden werden die Rapfen sehr wild, da sie ohne Wahl alles angreifen. Dann legen leider viele Fischfleischangler große Mengen von ihnen auf Eis. Daher ist der Bestand von Rapfen schwankend, wenn viele gefangen werden, verschwinden sie für Jahre, bis ihr Bestand sich wieder erhöht. Sein Fleisch wird nicht besonders geachtet, da es viele Gräten hat, wenn man aber das Wissen zum Zubereiten hat, dann schmeckt es genauso gut, wie andere Fische. Man kann vor allem 1,5 - 2,5 kg Exemplare fangen, aber es gibt auch welche über 5 kg. Der kleinste fangbare Fisch ist 40 cm lang.
Ziege:
Vielleicht der beliebteste Fisch des Plattensees, der auch woanders zu finden ist, aber der Plattensee ist der berühmteste Lebensort. Früher wurde er von den Fischern „gesehener Fisch genannt“, da es früher scharfäugige Beobachter das Kommen von Ziegenfischen berichteten. Damals waren die Ziegen in so großer Zahl, dass sie die ganze Tiefe vom Boden bis zur Wasseroberfläche füllten, damit einen dunklen Streifen bildend, den man von Weitem sehen konnte. Vom Ufer wurden die Schiffe mit einem besondern Zeichen geführt, von einer Bergspitze von Tihany hat man mit einem weißen Tuch gewunken. Der Fang über 100 Doppelzehnter war auch nicht selten. Ich selber sah im Februar, dass die Angler auf der Tihanyer Mole ihre Angelrute nicht schnell genug anziehen konnten, und sie fingen fast jede Minute eine Ziege auf einer kaum 100 langen Ufer. Er wird nicht groß, ein Exemplar mit 300 g ist ein großes Exemplar, der Fisch ist schmal, und blitzschnell. Bei einer leichten Angelrute spüren wir in den ersten Sekunden, dass der Fisch die Rute am liebsten aus unserer Hand reißen wollte, im nächsten Moment spüren wir, er ist kein großer Fisch. Er nimmt den Erdwurm und Maden vom Floß oder vom Grund, in Notzeiten nimmt er den pflanzlichen Pilker, aber auch die Kleinfische, manchmal wird ihm auch der Pilker zum Verhängnis.
Katzenfisch:
Der Katzenfisch gehört auch zu den berühmtesten Fische, deshalb beschreibe ich sein Aussehen und seine Gewohnheiten nicht, Er kommt im Plattensee vor, aber sein Angeln ist zeitaufwändig, er ist im Graben, in Einwölbungen (z.B. der Tihanyer Brunner) zu finden, diese Orte kennen vor allem örtliche Angler. Der kleinste, fangbare Fisch ist 50 cm lang, und wiegt 5 kg.
Aal:
Dieser besondere Fisch wurde vor ein paar Jahrzehnten hier angesiedelt. der über europäische Flüsse auch bis zum Meer kommt, er kann über dir Pazifik schwimmen, um sich am traditionellen Paarungsort, im Sargasso Meer fortzupflanzen. Es gibt Menschen, die Aalfeinde sind, es gibt wiederum welche, die bewusst diesen Fisch angeln wollen. Für viele ist ärgerlich, wenn sie auf Zander angeln, und nicht ein Zander an das Boot gezogen wird, sondern ein schleimiger, schlangenartiger, sich schlingender Fisch, der Aal. Raubfisch, er kann fast mit Grundangel gefangen werden, mit Kleinfisch, viele schwüren aber auf Erdwurm, er ist seine Delikatesse. Sein Fleisch ist nach Vielen sehr fein, bei uns macht man Aalgulasch daraus, in vielen anderen Ländern wird er geräuchert verzehrt.
Barsch
Er ist kein großer Fisch, der Verwandte vom Zander. Auch seien Form kommt ihm ähnlich, er ist aber viel stämmiger, und nicht silberfarbig, sondern grünlich, der Rücken ist aber ähnlich gestreift, und die Kopfform ist auch ähnlich, auch die Zähne. Er ist vor allem in den Buchten der Häfen zu fangen, mindestens 300 g groß. Im Herbst ist er vor allem mit Fischscheiben zu fangen, aber er nimmt praktisch jeder Köder. Er ist sehr gefräßig, er greift auch eine Beute, die größer, als er ist, und besiegt sie.
Karpfen:
Er ist vielleicht der berühmteste Süßwasserfisch, das will ich nicht weiter erörtern. Man kann ihn im Plattensee, wenn der angesiedelte Bestand entsprechend ist, auch vom Ufer gut fangen, und man kann ihn günstig und bequem angeln, daher angelt ihn die Mehrheit der Angler, und sie beklagen sich, wenn sie keine Karpfen fangen können. Auf den leicht begehbaren Angelorten, auf Molen und Stränden kann man nur kleinere Exemplare fangen (1-3 kg). Diese kann man mit traditionellen Methoden (Floß, Grundangler) fangen. Boilie Angler können aber in der Umgebung von Schilf auch größere Exemplare fangen. Wir finden ihn vor allem am Ufer, da er die Muschen auf den Steinen und andere Nahrung gern verzehrt. Der Karpfen ist einer der wichtigsten Zutaten der ungarischen Fischsuppe. Der kleinste zu angelnde Exemplar ist 30 cm lang.
Brassearten:
Im Plattensee gibt es wunderbare Brassearten. In Massen kann man sie angeln, besonders in der zweiten Frühjahrshälfte und der ersten Sommerhälfte, in Wasserbrechern, mit Floßangel, mit Erdwurm, mit Mais. Von den vielen Brassearten sind die verbreitetesten: die Plötze und die Brachse.
Graskarpfen:
Dieses lebende Torpedo wird nicht deshalb erwähnt, weil er einen besonderen Bestand im Plattensee hat, sondern, weil er in Ungarn sehr beliebt ist, er ist auch in den kleinen Angelseen um den Plattensee zu finden, daher können ihn auch ausländische Angler angeln. Er ist ein wunderschöner, sehr muskulöser, hart kämpfender Fisch, daher ist sein Angeln sehr erlebnisvoll. Er wurde auch in den Plattensee angesiedelt, aber ihn in so ein großes Wasser anzusiedeln ist, nicht wirtschaftlich ist, hat man damit aufgehört.
Marmorkarpfen:
Großwüchsiger, planktonessender Fisch. Da er winzig kleine Lebewesen isst, ist er mit keinem Köder zu fangen. Er verhackt sich versehentlich auf Hacken auf der Außenseite seines Körpers. Seine besondere Eigenschaft ist, er mag keine Motorschiffe, und dann springt er aus dem Wasser. Daher sehen wir oft große Marmorkarpfenkadaver am Ufer, die von Schiffschrauben getötet worden sind. In einigen Flüssen von Nord-Amerika entwickelte sich eine eigenartige Sportart, die einzigartige Mischung vom Angeln und Jagen: Man schießt aus einem Motorboot mit Bogen auf die Marmorkarpfen. Diese Sportart kann man bei uns natürlich nicht ausüben, dazu gibt es zu wenig Marmorkarpfen im Plattensee, zumindest im Vergleich zur Wasseroberfläche. Wie viele Fische, auch der Marmorkarpfen wurde aus dem Fernen-Osten angesiedelt.
Beim Plattensee ist der Herbst die beste Angelsaison. Die Mehrheit der Raubfische kann man jetzt am besten an den Haken bekommen (Brasse, Hecht, Rapfen), nur der Katzenfisch bildet eine Ausnahme, und Karpfen kann man gut angeln. Wir erwarten die Angler herzlich am Plattensee!